Vortrag: Kleine Frau – großer Mut: Frieda Stoppenbrink-Buchholz
Menschen mit Behinderung wurden im Dritten Reich verfolgt und im Namen der „Rassehygiene“ systematisch zwangssterilisiert oder ermordet. Zwischen 1934 und 1945 fanden ca. 400.000 Zwangssterilisationen statt, mehr als 200.000 Menschen fielen dem nationalsozialistischen Ziel der „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ zum Opfer. Auch Kinder waren davon nicht ausgenommen. Ihre Einstufung als „hoffnungslose Fälle“ war meist das Ergebnis sonderpädagogischer Gutachten. Doch es gab auch Ausnahmen.
Sieglind Ellger-Rüttgardt, Professorin für Allgemeine Rehabilitationspädagogik, zeigt am Leben der Bergedorfer Hilfsschullehrerin Frieda Stoppenbrink, wie der Mut und die Zivilcourage einer kleinen Frau im Bergedorf der NS-Zeit Raum für die Schwachen und Ausgestoßenen schuf. Der Gastvortrag findet am Mittwoch, 2. September 2026 um 18 Uhr im Ausstellungsraum des Bergedorfer Kultur-&Geschichtskontors im Reetwerder 8 statt. Der Vortrag ist kostenfrei. Spenden sind jederzeit willkommen, Anmeldungen sind nicht erforderlich.
Vortrag zu Frieda Stoppenbrink
© Internationales Archiv für Heilpädagogik
26.08.2026