Aktuelles

Bergedorf: Vernissage Ausstellung „Migrationsgeschichte(n)“ am 21.10.2026

Hamburg ist eine Stadt der Einwanderung. Seit Jahrhunderten verlassen Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen ihre Heimat und versuchen, sich hier eine neue Existenz aufzubauen. Heute haben etwa vierzig Prozent der Hamburger*innen eine Migrationsgeschichte.

Für die Stadt bedeutet dies eine große kulturelle Bereicherung, sowie einen unverzichtbaren Beitrag zur Funktionsfähigkeit und zum Wohlstand der Hansestadt. Zugleich ging und geht die Einwanderung immer wieder mit Konflikten, Diskriminierung, Ausgrenzung, Ausbeutung und Gewalt einher – bis hin zu rassistisch motivierten Morden.

Für die Ausstellung „Angekommen?“ haben sich elf Geschichtswerkstätten auf die Suche nach Migrationsgeschichte(n) ab 1945 in ihrem Stadtteil gemacht. Dabei finden sich persönliche Geschichten von Bewohner*innen, aber auch Beiträge zu jenen, die als Vertriebene in Hamburg ankamen oder nach dem Zweiten Weltkrieg als „Displaced Persons“ zumindest zeitweilig hier lebten.

Die Ausstellung wandert nun in das Kunst- & Geschichtskontor nach Bergedorf und wird dort am 21.10.2026 um 18 Uhr eröffnet. Am Mittwoch, 11.11.2026, um 15 Uhr gibt es ein Erzählcafé zum Thema Migrationsgeschichte(n).

Portugiesische „Gastarbeiter“ bei ihrer Ankunft in Hamburg-Harburg, 1950er-Jahre Portugiesische „Gastarbeiter“ bei ihrer Ankunft in Hamburg-Harburg, 1950er-Jahre

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Portugiesische „Gastarbeiter“ bei ihrer Ankunft in Hamburg-Harburg, 1950er-Jahre,
© Staatsarchiv Hamburg

Buchneuerscheinung und Präsentation: Schicksale im Ersten Weltkrieg

„Vermisst·verletzt·zerfetzt. Die toten „Helden“ des Ersten Weltkriegs aus Bramfeld, Steilshoop und Wellingsbüttel“ heißt das neue Buch des Stadtteilarchivs Bramfeld.

Bewegende Einzelschicksale und regionale Geschichte im Ersten Weltkrieg stehen im Fokus dieses Sachbuchs. Konkrete Biografien machen das grausame Sterben im Krieg und das Leid der Hinterbliebenen greifbar. Angesichts gegenwärtiger Krisen besitzt das Buch eine erschreckende Aktualität.

Die Autorin Gudrun Wohlrab, Leiterin der Geschichtswerkstatt Stadtteilarchiv Bramfeld, bringt das abstrakte Grauen des Ersten Weltkriegs näher. Sorgsame Spurensuchen in Familiennachlässen, Regimentschroniken und auf Recherchereisen in ehemalige Frontgebiete bilden die Basis für das reich bebilderte Buch.

Das Buch erscheint parallel zur Fertigstellung des Gegendenkmals zum örtlichen Kriegerdenkmal am Alten Teich.

Buchpremiere
Do. 29.10.26 um 18:00 Uhr
Ort: Buchhandlung Heymann (Marktplatz Galerie Bramfeld)
Anmeldung bei Heymann: 040-641 43 42

Buchvorstellung im Staatsarchiv
Mi. 04.11.26 um 18:00 Uhr
Ort: Staatsarchiv Hamburg (Kattunbleiche 19)
mit Grußwort von Frau Dr. Christine Axer (Leiterin Staatsarchiv)

Persönliche Motivation der Autorin, überraschende Entdeckungen und Hürden bei der fünfjährigen Forschungsarbeit stehen im Mittelpunkt der Buchpräsentationen.

Das 192-seitige Werk enthält rund 420 Abbildungen und ein Geleitwort des Hamburger Kultursenators Dr. Carsten Brosda.
ISBN: 978-3-00-087948-7, Preis: 26 Euro

Buchneuerscheinung und Präsentation. "ermisst·verletzt·zerfetzt. Die toten „Helden“ des Ersten Weltkriegs aus Bramfeld, Steilshoop und Wellingsbüttel" Buchneuerscheinung und Präsentation. "ermisst·verletzt·zerfetzt. Die toten „Helden“ des Ersten Weltkriegs aus Bramfeld, Steilshoop und Wellingsbüttel"

Vermisst·verletzt·zerfetzt. Die toten „Helden“ des Ersten Weltkriegs aus Bramfeld, Steilshoop und Wellingsbüttel
Buchneuerscheinung und Präsentation
© Stadtteilarchiv Bramfeld

Kalender

Angekommen?

Für die Ausstellung „Angekommen? Migrationsgeschichte(n) in Hamburg“  haben sich zehn Hamburger Geschichtswerkstätten auf die Suche nach Migrationsgeschichte(n) ab 1945 in ihrem Stadtteil gemacht. Dabei finden sich persönliche Geschichten von Bewohner:innen, aber auch Beiträge zu jenen, die als Vertriebene in Hamburg ankamen oder nach dem Zweiten Weltkrieg als „Displaced Persons“ zumindest zeitweilig hier lebten.

 

Die Ausstellung wurde vom 9. April bis 12. Mai 2025 in der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg und vom 4. November bis 12. Dezember 2025 Foyer des Bezirksamts Hamburg-Mitte präsentiert. Vom 19. Februar 2026 bis April ist sie im Kulturhaus Süderelbe zu sehen und vom 18. Juni bis 31. Juli 2026 in der Bücherhalle Harburg. Am 21.10.2026 ist die Ausstellungseröffnung in Bergedorf.

Click here for English language versions of the exhibition panels.

 

Orte der Zwangsarbeit

Unsere Gemeinschaftsausstellung „Orte der Zwangsarbeit in Hamburg“ wurde 2023 von 10 Geschichtswerkstätten zusammen konzipiert und ausgearbeitet: Bramfeld, Eidelstedt, Finkenwerder, Fuhlsbüttel, Lokstedt, Neugraben, Ottensen, St. Pauli, Vier- und Marschlande und Wilhelmsburg.

 

Im April 2023 wurde sie am Mahnmal St. Nikolai eröffnet. Seitdem war sie in Fuhlsbüttel, Eidelstedt, St. Pauli, Wilhelmsburg, Harburg, Bergedorf und St. Pauli zu sehen.

Click here for English language versions of the exhibition panels.

 

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