Archiv

St. Georg: Enthüllung einer Gedenktafel für berühmten Verleger Otto Meissner am 2. Juli

Otto Meissner (1819-1902) lebte von 1856 bis zu seinem Tode mit seiner Familie in St. Georg. Anlässlich seines 120. Todestages bringt die Geschichtswerkstatt St. Georg e.V. deshalb am 2. Juli 2022 um 14 Uhr eine Gedenktafel für ihn am Haus Gurlittstraße 31 an, d.h. auf dem Grundstück, auf dem das einstige Haus der Familie stand, das diese ab 1861 bewohnte.

Meissner war neben Julius Campe der bedeutendste Hamburger Verleger des 19. Jahrhunderts, dem u.a. die Veröffentlichung des Marxschen Hauptwerks „Das Kapital“ (1867) und viele weitere Werke und Hamburgensien (z. B. „Hamburg und seine Bauten“, 1890) zu verdanken sind.

Die Gedenktafel ist von der St. Georger Bildhauerin Ricarda Wyrwol entworfen und ausgeführt worden.

Die Geschichtswerkstatt St. Georg hat einige Informationen zu Otto Meissner in einem PDF zusammengefasst.

Weitere Infos auf der Seite der Geschichtswerkstatt St. Georg.

Otto Meissner, Verleger Otto Meissner, Verleger

01.07.2022

Vortrag zu Geschichtswerkstätten und Stadtteilgeschichte

„Grabe wo Du stehst“ – Entwicklung und Perspektiven der Hamburger Geschichtswerkstätten.

Vortrag am Mittwoch, 6. Juli 2022, 18 Uhr, Großer Hörsaal im Museum für Hamburgische Geschichte

„Grabe wo Du stehst!“ – dieser Satz stand in den 1980er Jahren am Beginn der Geschichtswerkstätten und gilt bis heute. Stadtteilgeschichte beginnt nicht in Archiven und Bibliotheken, sondern vor der Haustür. Jeder Mensch hat eine Geschichte, die wichtig ist. Dafür stehen die Geschichtswerkstätten, die ihre Projekte mit Menschen vor Ort umsetzen wollen. Die Förderung von Geschichtsbewusstsein sowie die Identifikation mit dem Stadtteil sind zentrales Ziel. Es geht um Neugier und Mitgestaltung.

Geschichtstafeln im öffentlichen Raum (siehe Bild/GW Barmbek) sind nur eine der von den Hamburger Geschichtswerkstätten genutzten Vermittlungsformen.

In seinem Vortrag geht Reinhard Otto auf Geschichte, Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Geschichtswerkstätten ein.

Reinhard Otto ist Diplom Geograf und stellvertretender Vorsitzender im Dachverband Geschichtswerkstätten Hamburg. Er ist in der Geschichtswerkstatt Barmbek aktiv und beschäftigt sich mit Barmbeks Geschichte sowie mit Jugend- und Freizeitkulturen von 1925 bis 1965.

(In Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte)

Geschichtstafel der GW Barmbek Geschichtstafel der GW Barmbek

15.06.2022

Buch Neuerscheinung über verfolgte Sportler*innen in Hamburg von 1933 bis 1945

 „ … bis zu seinem freiwilligen Ausscheiden im April 1933. Jüdische und als jüdisch verfolgte Sportlerinnen und Sportler in Hamburg von 1933 bis 1945

Bereits wenige Wochen nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 schlossen Hamburger Sportvereine hunderte jüdischer Mitglieder in vorauseilendem Gehorsam aus – Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder.

Diese reich bebilderte Publikation schildert die bislang nicht erforschte Geschichte der jüdischen Sportbewegung in Hamburg und verdeutlicht, wie sich die jüdischen Sportler:innen so lange wie möglich gegen Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung behaupteten.

Das Buch hat es bereits in die Longlist der Stabi für das Buch des Jahres 2022 geschafft!

Autorin: Frauke Steinhäuser – seit 2009 als freiberufliche Historikerin und Geschichtspädagogin in Hamburg tätig. Forschungen zur Geschichte der sozialrassistischen Verfolgung im Nationalsozialismus und im Nachkriegsdeutschland sowie zu NS-Täter:innen.  Kontakt: fs (at) buero-h.de

200 S., zahlreiche Abb., broschiert, ISBN 978-3-000-71750-5 (April 2022), 10,00 Euro inkl. MwSt.

Erhältlich bei der Geschichtswerkstatt Eppendorf, (Abholung oder Versand zzgl. Versandkosten) oder über den Buchhandel.

Hier geht’s zur Leseprobe. Rezensionsexemplare und Interviewanfragen über sportbuch@buero-h.de

Buch Neuerscheinung Buch Neuerscheinung

16.05.2022

Rundbrief der Willi-Bredel-Gesellschaft

Die Willi-Bredel-Gesellschaft-Geschichtswerkstatt e.V. unterstützt Forschungsprojekte und Publikationen, die sich auf die Stadtteilgeschichte von Fuhlsbüttel, Ohlsdorf, Langenhorn und Alsterdorf, den antifaschistischen Widerstand und die Geschichte der Hamburger Arbeiterbewegung beziehen.

In einem jährlich erscheinenden Rundbrief wird über Forschungsergebnisse, Neuerscheinungen und das „Vereinsleben“ berichtet. Der neue Rundbrief 2022 ist seit Ende März erhältlich. Für 2,50 € ist das Heft (broschiert, 84 Seiten mit zahlreichen s/w Fotos) zu beziehen über <willi-bredel-gesellschaft@t-online.de>.

In dieser 33. Ausgabe geht es u.a. um folgende Themen:

Hamburger Film- und Kinogeschichte(n):
* Willi Bredel holt Sergej Eisenstein nach Hamburg
* Eine Filmzeitschrift, die im Amtsgefängnis entstand
* Erinnerungen an alte Kinos in Fuhlsbüttel
* Kinderkino-Erlebnisse in den Alstertal-Lichtspielen

Willi Bredel:
* Das Gastmahl im Dattelgarten: Willi Bredels Buch über Chinas neuere Geschichte

Aus den Stadtteilen:
* Flughafen Fuhlsbüttel 1914 -1918: Luftschiffe und Flugzeuge für den Krieg
* „Partisanen des Friedens“ auf dem Friedhof Ohlsdorf
* Im Fuhlsbüttel der 1980er: Der Bio-Laden „Omnibus“

25.04.2022

Online Ausstellung – Porträts aus Hamm

Das Stadtteilarchiv Hamm beherbergt über 30.000 Fotografien. Darunter befinden sich viele Porträtaufnahmen, die einen Eindruck vom vergangenen Leben im Stadtteil geben. Hinter einigen verbergen sich spannende Geschichten.

Besuchen Sie die Online Ausstellung „Porträts aus dem Stadtteilarchiv Hamm“

Das Foto unten zeigt ein frühes „Selfie“ einer Mutter mit zwei Töchtern vor einem Standspiegel.

Ein Porträt der Online Ausstellung Ein Porträt der Online Ausstellung

25.03.2022

24. April 2022 – Tag der Geschichtswerkstätten

Am Sonntag, den 24. April 2022, laden 13 Hamburger Geschichtswerkstätten Sie ein, mehr über ihre Arbeit zu erfahren.

In den Archiven der Geschichtswerkstätten liegen Tausende Fotos und Dokumente. Wertvolles historisches Wissen, praktisch das „Gedächtnis“ des Stadtteils. Solche Quellen machen Geschichte anschaulich und spannend!

Suchen Sie sich ein Angebot aus: Einige der Geschichtswerkstätten öffnen ihre Archive und präsentieren Ausstellungen, andere bieten eine Spurensuche zu Fuß oder auf dem Fahrrad durch den Stadtteil an oder laden Sie ein zu Führungen zu historischen Gebäuden.

Die folgenden 13 Hamburger Geschichtswerkstätten haben Angebote für Sie:

Barmbek, Bergedorf, Billstedt, Eimsbüttel, Eppendorf, Fuhlsbüttel, Hamm, Horn, Jarrestadt, Ottensen, St. Georg, St. Pauli, Wandsbek.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos.

Hier geht’s zum Programmdownload.

Plakat zum Tag der Geschichtswerkstätten 2022 Plakat zum Tag der Geschichtswerkstätten 2022

28.03.2022

Die Bergedorfer APO – Buchveröffentlichung

1968 und 1969 waren bewegte Jahre – massiv und lautstark stellten Jugendliche und junge Erwachsene der westlichen Welt das Handeln und die Werte der Eltern und vorigen Generationen in Frage. Die Außerparlamentarische Opposition (kurz APO) Bergedorf war Teil dieser Bewegung und hatte doch eine ganz eigene, von den Akteuren vor Ort bestimmte Ausprägung und Geschichte.

Das vorliegende Buch gibt tiefe Einblicke in dieses Kapitel der Zeitgeschichte in Bergedorf. Es erzählt die hochinteressante Geschichte einer politischen Bewegung und ihrer Akteure aus der Sicht der Beteiligten.

Der Autor dieses Buches, Dr. Arne Andersen, war als Schüler aktiver Teil der APO Bergedorf. Nach einem Studium an der Uni Hamburg promovierte er 1985 in Bremen zur Geschichte der Arbeiterbewegung und habilitierte zehn Jahre darauf zu Technik- und Umweltgeschichte in Darmstadt. Es folgte die Tätigkeit als Lehrer und Schulleiter in Bremen und Baden-Württemberg. Seit 2014 in Ruhestand, arbeitet Andersen freiberuflich als Fotograf und betreut das Schularchiv des heutigen Hansa-Gymnasiums in Bergedorf.

Im Sommer 2021 hat Arne Andersen seine Geschichte zur APO Bergedorf fertiggestellt. Das Buch hat 260 Seiten und ist in allen Buchhandlungen sowie unter www.geschichts-kontor.de zu beziehen.

Buch: Die Bergedorfer APO Buch: Die Bergedorfer APO

18.09.2021

750 Jahre Bramfeld – Das Buch zum Jubiläum

Anlässlich des 750-jährigen Jubiläums von Bramfeld, ehemals holsteinisches Dorf, seit 1937 Hamburger Stadtteil, legt das Stadtteilarchiv Bramfeld ein mit fast 300 Abbildungen reich illustriertes, 150-seitiges Buch zum Preis von 22 Euro vor.

Wussten Sie, dass es auf der Bramfelder Chaussee im Jahre 1923 Barrikaden gab, von bewaffneten Kommunisten verteidigt? Wussten Sie, welche Bedeutung der Ginster für Bramfeld, seine Farben und sein Wappen hat? Wussten Sie, dass in Bramfeld im Zweiten Weltkrieg 35 Menschen durch Bombenwürfe starben, dass hier mehrere hundert Häuser Schäden erlitten? Wussten Sie, dass die Bramfelder Glaserei Kopperschmidt im selben Krieg die Plexiglas-Kabinenhauben für rund 80.000 Kampfflugzeuge produzierte?

Wer sich eingehend mit der über 750-jährigen Geschichte des ehemals beschaulichen Dorfes Bramfeld beschäftigt, entdeckt viele spannende Geschichten. Das britische Flugzeug, das hier 1952 notlanden musste. Wolfgang Petersen, Regisseur des Kino-Schlagers „Das Boot“, ist in Bramfelds Kinos großgeworden. Auch Werner Pinzner, der berüchtigte Hamburger Serienmörder, hat seine Jugend in Bramfeld verbracht – und selbst an einem Ort seiner Kindheit gemordet. Und dann ist da noch die Techno-Band „Scooter“, die über einem hiesigen Bäckerladen zahlreiche ihrer Alben einspielte.

Die „Bramfelder Streiflichter“ sind keine umfassende Chronik des früheren Stormarner Dorfes und heutigen Hamburger Stadtteils. Vielmehr erzählen die Autoren Gudrun Wohlrab, Leiterin des Stadtteilarchivs Bramfeld, und der Redakteur und Historiker Björn Marnau auf 150 Seiten Geschichten aus Bramfelds Historie.

 

750 Jahre Bramfeld 750 Jahre Bramfeld

28.06.2021